Flugplanung für gewerbliche Drohneneinsätze: Unser Workflow nach EU-Verordnung

Ein sicherer und rechtskonformer Drohneneinsatz beginnt lange vor dem eigentlichen Start. Besonders bei gewerblichen Flügen im Nordschwarzwald, wo topografische Besonderheiten und wechselhaftes Wetter den Flugbetrieb beeinflussen, ist eine systematische Vorbereitung unerlässlich. Mit den erforderlichen EU-Kompetenznachweisen und professioneller Drohnentechnik ist ein strikter Workflow Pflicht, um höchste Sicherheit und Effizienz zu gewährleisten.

Topografische Analyse mit Google Maps

Der erste Schritt jeder Flugplanung ist das digitale Location Scouting via Google Maps. Hier verschaffen wir uns einen detaillierten Überblick über das Einsatzgebiet. Dabei werden essenzielle Fragen geklärt: Wo gibt es geeignete Start- und Landeplätze? Wie ist die Bebauungsdichte vor Ort? Welche potenziellen Hindernisse wie Hochspannungsleitungen, Kuppen oder hohe Baumbestände müssen berücksichtigt werden? Diese visuelle Vorprüfung hilft dabei, den Flug im Vorfeld zu planen und somit Zeit vor Ort zu sparen.

Luftraumprüfung: dipul und Droniq Trax

Nach der topografischen Analyse folgt der rechtliche Check gemäß der europäischen Drohnenverordnung. Über die offizielle Plattform dipul (Digitale Plattform Unbemannte Luftfahrt) und die Droniq Trax App wird der geplante Luftraum präzise geprüft.
Dabei kontrollieren wir die geografischen Zonen (GEO-Zonen), temporäre Flugbeschränkungsgebiete und tagesaktuelle NOTAMs (Notice to Airmen). In dieser Phase wird ermittelt, ob der geplante Flug in der Open-Kategorie durchgeführt werden kann oder ob spezielle Freigaben durch Behörden erforderlich sind.

Wetter- und Telemetriedaten: DroneWeather, Wetter.de & Windy.app

Wind- und Wetterbedingungen sind für den sicheren Betrieb kritisch. Für die grundlegende Prognose von Niederschlag, Wolkenuntergrenze und Temperatur greifen wir auf Wetter.de sowie auf die App „Windy.app „zurück.
Wesentlich technischer wird die Überprüfung mit DroneWeather: Hier analysieren wir flugspezifische Parameter wie Böen und Windgeschwindigkeiten in den geplanten Flughöhen. Zusätzlich prüfen wir den Kp-Index, der die geomagnetische Aktivität der Atmosphäre beschreibt. Bei außergewöhnlich hoher Sonnenaktivität können satellitengestützte Navigationssysteme beeinträchtigt werden. Solche Situationen berücksichtigen wir bei der Einsatzplanung.

Der eigentliche Flug: Sicherheit und Präzision vor Ort

Zu guter Letzt kommt der eigentliche Flug.
Vor dem Start richten wir eine gesicherte Start- und Landezone ein und führen einen finalen Hardware-Check durch. Während des Fluges hat die Aufrechterhaltung der Sichtverbindung (VLOS) und die permanente Luftraumbeobachtung höchste Priorität. So gewährleisten wir maximale Sicherheit, während wir uns auf die präzise Erfassung der geplanten Bild- und Videodaten konzentrieren.

Die Nachbereitung

Der Einsatz endet nicht mit der Landung. Zurück im Büro, erfolgt eine redundante Datensicherung. Auf Wunsch erhalten die Rohdaten der Bilder und Videos in der anschließenden professionellen Postproduktion ihren Feinschliff – von der Geometriekorrektur bis zum Color Grading –, um dem Kunden ein perfektes, direkt nutzbares Endprodukt zu übergeben.

Fazit

Eine detaillierte Flugvorbereitung minimiert Risiken und stellt sicher, dass alle gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden. Durch diese akribische Vorarbeit im Büro können wir uns vor Ort voll und ganz auf das Wesentliche konzentrieren: Die sichere Durchführung des Fluges und die Produktion von perfektem Bildmaterial.

Für unsere Kunden bedeutet diese Vorbereitung eine höhere Planungssicherheit, weniger wetterbedingte Ausfälle und eine rechtskonforme Durchführung des Einsatzes.

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